Ein ganz normaler Abend für Student_innen: Nach einem mehr oder weniger produktiven Tag an derUni sitze ich noch auf ein, zwei, drei Bier im Speicher, rauche zu viele Kippen und unterhalte mich über irgendwas unglaublich Relevantes mit Freunden.
Und wie das nunmal in Erfurt so ist, kennt der Kerl, der jetzt auch in den Speicher kommt, jemanden, der mit mir am Tisch sitzt, und eigentlich kenn ich ihn auch schon halb, weil man in Erfurt irgendwie alle Student_innen so halb kennt. Er setzt sich dazu und das Gespräch geht weiter…
Auf einmal sieht der Neuankömmling mich an und sagt völlig kontextlos: „Du siehst aus, als würdest du Theater machen. Willst du nicht bei unser Impro-Gruppe mitmachen?“ Ich muss lachen, weiß nicht, ob das ein Kompliment ist oder irgendwie unverschämt, aber eigentlich hat er ja Recht, ich habe früher sehr viel und sehr gerne Theater gespielt und war immer ein bisschen traurig, dass ich das nicht weiterverfolgt habe.
Also schaue ich mir ein paar Wochen später mal diese besagte Gruppe bei einem Auftritt im Klanggerüst an. Der Auftritt ist grandios, ich lache viel und bin danach komplett eingeschüchtert: So improvisieren, das kann ich ja niemals!


Aber der gute Felix lässt nicht locker und die Menschen in der Gruppe sind so nett und aufgeschlossen, dass ich mich irgendwann doch traue.


Heute bin ich froh, dass ich mich damals überwunden habe und nADan ist zu einem festen und schönen Bestandteil meines Lebens hier in Erfurt geworden.

(Malwine)

Nepomuk (2015)
Nepomuk (2015)